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Tiroler Bezirksblätter - 28. März 2012

Am vergangenen Sonntag wurde mit einem innigen Konzert in der Wallfahrtskirche die diesjährigen Tiroler Barocktage eröffnet. Gemäß dem Veranstaltungsprofil, auch wenig Gehörtes in der Reihe Platz finden zu lassen, erlebten die Zuhörer Marienmusik vom italienischen Barockmeister Alessandro Scarlatti. Berührt und beeindruckt zeigten sich die zahlreichen Besucher nicht nur von der Musik und ihrem Inhalt, sondern von der hohen Qualität der Ausführenden. Mit Katja Stuber und Bernhard Landauer waren zwei Solisten von internationalem Format zu Gast, die in ihrer Ausdruckskraft und Schönheit die Seele zu rühren wussten, stilsicher begleitet von den Tiroler Barockinstrumentalisten. Die Zuhörer dankten dem hochengagierten Ensemble mit konzentriertester Atmosphäre und langem Schlussapplaus. Dirigent Wolfgang Kostner freute sich, auch als künstlerischer Leiter der Reihe, mit Günter Jaritz vom Vorstand des Vereins doppelt über einen Auftakt nach Maß.

Tiroler Tageszeitung - 27. März 2012

"[…] Bewährte Stimmführerin war die Tirolerin Ulrike Engel, die am Wiener Konservatorium Barockvioline unterrichtet. Zudem gastierte als junger Nachwuchsmusiker David Bergmüller, Theorbe, der an der berühmten Schola Cantorum Basiliensis studiert. Als Solistin brillierte die junge bayrische Sopranistin Katja Stuber, die gewandt in Alter Musik, Oper bis Liedgesang, gerade eine steile Karriere macht. Sie erfreute mit schöner Stimme, müheloser Phrasierung und musikalischer Expressivität. Ihr stand Bernhard Landauer, Altus, zur Seite. Überzeugt er schon je mit exquisiter Stimmführung und erstaunlicher Flexibilität, so konnte er seine Stimme mittlerweile zu einer völlig unangestrengten Lockerheit und erheblich größere Klangfülle entwickeln, aus denen berührender Ausdruck wie von selbst entsteht. Seine Klangfarben und die faszinierende dynamische Gestaltung in den Linien beeindruckten genausi wie seine Fähigkeit, sich ganz dem Sopran anzupassen. Es war eine spannungsreiche Interpretation: Schwungvoll, natürlich atmend und dynamikreich spielte Kostner den Solisten viele Impulse zu. Das durch den akkuraten Bass zusammengehaltene Ensemble gab sein überzeugte farblich wie rhythmisch. Das "Salve Regina" interpretierten die Solisten noch eher zurückhaltend und die Klangbalance war ganz auf den Sopran ausgerichtet. Eine Aufstellung der Sänger vor dem Instrumentalisten hätte hier zu mehr Wirkung geführt. Im "Stabat Mater" blühte dann das ganze Ensemble noch mehr auf. Die großartige Gesamtleistung hätte mehr Publikum verdient."

Tiroler Krone - 10. Jänner 2012  

"[…] Ein langsamer Satz mit schönen, genussvollen Bläsersoli und ein schwungvolles Finale zeichnen Michael Haydns Sinfonie aus dem Jahr 1783 aus. Musikantischer Schwung und lustvolles Spiel entschädigten für gelegentliche Unsauberkeiten. Joseph Haydns streicherbegleitetes G-Dur-Violinkonzert wurde konsequent in kleiner Besetzung mit der Solistin Ursula Wykypiel als Leiterin dargeboten – das Werk geriet zum Höhepunkt des Abends und wurde kammermusikalisch fein ausmusiziert. Wykypiels differenzierte Interpretation atmete barocken Geist mit filigran ziselierter Phrasierung und akzentuiertem Spiel. Statt solistisch aufzutrumpfen, fügte sie sich ins Ensemble ein und indem sie konsequent die Tutti-Passagen mitspielte, wurde der Eindruck einer prima inter pares noch verstärkt. Innig beseelt geriet die Zugabe, eine Sicilienne der Haydn-Zeitgenossin Maria Theresia von Paradis. [… ]Wolfgang Kostner animierte seine Instrumentalisten zu einer Interpretation im Geist der historischen Aufführungspraxis, […] Das Publikum ließ sich von Haydns Witz und Esprit begeistern und erklatschte sich mit einem Marsch von Michael Haydn eine fulminante Zugabe von den spielfreudigen MusikerInnen überwiegend Tiroler Provenienz."

Tiroler Tageszeitung - 27. September 2011  

"Mit ‚Arbos' für acht Blechbläser und Schlagzeug des Esten Arvo Pärt, einem ungemein farbenprächtigen, polyphonen Glockengeläute, wurde am Sonntagabend in der Jesuitenkirche von Windkraft eine musikalisch geistliche Feierstunde eingeläutet, die höchsten Anspruch und Qualität versprach. Um es vorwegzunehmen, diesen Ansprüchen wurde man in jeder Hinsicht gerecht. … Dass sich das von Wolfgang Kostner geleitete vokalensemble NovoCanto dermaßen in die Gesangskünste der seit 30 Jahren weltweit gefeierten Hilliards integrieren konnte, war dann doch eine kleine Überraschung…" 

Tiroler Tageszeitung - 8. Jänner 2011  

“Der tiefe, untröstliche Mozart – Begeisterung für barocke Mozart-Gala im Saal Innsbruck des Congress.

Eine Mozartgala mit neuen Aspekten, das gelingt normalerweise nur auf gesicherterer Basis als jener der kaum subventionierten Tiroler Barockensembles. Zum 10-Jahres-Jubiläum der Tiroler Barockinstrumentalisten wählte deren künstlerischer Leiter, Wolfgang Kostner, ungewöhnliche Blicke auf Vater und Sohn Mozart. Leopolds Symphonie in D-Dur, D27, wurde erst vor wenigen Jahren entdeckt und spricht mit gespaltener Zunge: nach außen barock, nach innen aber auch mit empfindsamen Zügen. Für das Konzert in C für Flöte, Harfe und Orchester wurden Margret Köll (Harfe) und Linde Brunmayr-Tutz gewonnen, souveräne Könnerinnen ihres Faches, die sich auch auf ein besonders langsames Andantino einließen. Erstmals waren hier die Köll gewidmeten, wirkungsvollen Kadenzen von Sergio Ciomei zu hören (…). Im Zentrum wurde Wolfgang Amadeus’ Symphonie Nr. 40 in g-Moll, und hier besonders das Andante, das in Kostners generell zu langsamen Tempi neigende Lesart in eine tiefe Untröstlichkeit mündete. Die Erstfassung ohne Klarinetten in kleiner Besetzung outet die Symphonie als ergreifend pessimistisch, oft zerbrechlich. Im Menuett konnte man den Grundimpuls auch volksmusikalisch hören. Das Orchester war in Einigkeit und mit starker Beteiligung in das Konzert vertieft, die Streicher gaben nicht mehr Vibrato, als um dem Ton Klang zu verleihen, und die Bläser, mit Linde Brunmayr in den Reihen, ihre individuellen Farben.“

Tiroler Tageszeitung - 4. November 2010

„Spirituelle Räume aus Klang und Farbe... Klanglichter hat das vokalensemble NovoCanto unter seinem Leiter Wolfgang Kostner in Telfer und Innsbrucker Kirchen aufleuchten lassen. Klanglichter, entnommen zeitgenössischer geistlicher Chormusik, die von Sinnsuche spricht: jener, die diesen Kammerchor in seiner inhaltlich und vokal ernsthaften Arbeit prägt. … NovoCanto hat das Programm mit herausragendem Klangsinn, glasklar und transparent bis in den Ausbruch verwirklicht und einen überkonfessionell spirituellen Raum geschaffen…“ 

Tiroler Krone - 27. Mai 2010

“Juwelen geerntet ... Wolfgang Kostner und NovoCanto stehen für einen ungemein frischen, blühenden Chorklang. Heinrich Walder und sein VocalArt Brixen befinden sich musikalisch auf derselben Wellenlänge. Beide bevorzugen eine deutlich präzise, energievolle Zeichengebung und entdecken in der Musik oft dasselbe. … Man war über die klangliche Homogenität und Transparenz der überwiegend gemeinschaftlich auftretenden, abwechselnd von beiden Dirigenten geleiteten Chöre erstaunt. … Hörend verlor man sich in der Geschichte und erntete Juwelen, etwa das leuchtende ‚Lux aurumque’ von Eric Withacre, ein entrücktes Agnus Dei von Louis Spohr und das tief berührende ‚Totus tuus’ von Gorecki. Brillant!“

Tiroler Tageszeitung - 11. Mai 2010

„… Mit der Konzertmeisterin Ulli Engel erarbeitete Kostner akribisch die barocke Artikulation. Ausgesprochen stimmig geriet die Aufführung natürlich und schwungvoll, fernab jeglicher plakativen Ruppigkeit mit dunkel timbriertem, weichem Klang. Das Ensemble überzeugte wach mit ausgeprägten dynamischen Feinheiten und selten guter Klangbalance. Eindrucksvoll sang die Sopranistin Cornelia Horak, stets locker, flexibel und hellhörig auf den Orchesterklang. Sie faszinierte mit sanften Übergängen bei der farbreichen Vokalgestaltung. Tief berührend geriet ihr das „Et in terra pax“. …“

Tiroler Krone - 2. November 2009

„Traumhaft schöne Mariengesänge. Meditativ, spannungsreich und befreiend präsentierte sich am Samstag Abend in der Franziskaner-Klosterkirche Telfs das vokalensemble NovoCanto, unterstützt vom Duo Harpo-Sax… Chorleiter Wolfgang Kostner war es gelungen, ein qualitativ hochstehendes A-capella-Programm zu erschließen… Das 15-köpfige Vokalensemble NovoCanto, von Kostner äußerst engagiert und präzise geleitet, schuf eine anhaltende Atmosphäre der Meditation und Hingabe. Die Akustik des Kirchenraums kam dem wohlausgewogenen Chorklang entgegen: Man konnte leise und differenziert singen und sich von voll klingenden Harmonien förmlich tragen lassen. Beeindruckend war auch die Stilsicherheit im Umgang mit so unterschiedlicher Literatur…“

Tiroler Tageszeitung - 3. Juni 2009

"Die 16 Sängerinnen und Sänger von NovoCanto gingen unter Wolfgang Kostners Gesamtleitung wissend an Johann Sebastian Bachs Motetten heran. "Singet dem Herrn ein neues Lied" demonstrierte mit dem lyrischen Mittelsatz und dem vielstimmigen Wechselgesang bis zur Fuge Bachs unvergleichliches Lobpreisen und die ernsthafte Arbeit des Kammerchores, dem auch die Motetten "Lobet den Herrn alle Heiden" und "Komm, Jesu, komm" spürbar beteiligt und klanglich ausgewogen gelangen..."

Tiroler Tageszeitung - 31. Oktober 2008

„Als kongeniale Rezitatorin lieferte Tirols Landestheater-Intendantin Brigitte Fassbaender mit thematischer Lyrik den wichtigen Konnex zwischen den a-capella-Werken.“

Mein Monat - Oktober 2008

„Damit bleibt NovoCanto seiner erklärten Linie treu, Hochwertiges auch abseits des approbierten Oeuvres dem interessierten Publikum vorzustellen.“

Finanz&Welt - September 2008 

„Vor einigen Jahren bereits haben das vokalensemble NovoCanto und die Tiroler Barockinstrumentalisten diese Neigung zur Profession gemacht und sich in konsequenter Aufbauarbeit überregionale Reputation erworben.“

Tiroler Tageszeitung - 24. April 2007 

„Der Tod macht das Leben lebenswert“ – Die Menschen gingen am Sonntag nicht nur in den Congress, um wunderbare Musik zu hören. Der Abend hat betroffen gemacht – im positiven Sinn. - ‚Das Thema Tod ohne Pathos zu transportieren, ist uns noch nie so gut gelungen’ ...

Tirolerin - Oktober 2006 

„Mozarts fromme Seite" ... Dem Frühwerke Mozarts widmet sich die Konzertreihe des vokalensembles NovoCanto in Zusammenarbeit mit den Tiroler Barockinstrumentalisten. Unter der künstlerischen Leitung von Mag. Wolfgang Kostner haben sich die beiden Formationen einen ausgezeichneten Ruf in der Interpretation der Musik vor 1800 erarbeitet. Der Ausnahmemusiker erklärt: „Es geht uns um die Zwischentöne in der Musik. Die fast intimem Räumlichkeiten der bespielten Locations bieten für uns und die Zuhörer sicherlich den passenden Raum für das frühe Sakralwerk Mozarts." Das Ergebnis der erfolgreichen Zusammenarbeit ist an vier Konzertabenden zu hören...

Tiroler Tageszeitung - 31. Jänner 2006 

„Genialität auch am Rande des Schaffens“

… Die glänzend disponierten Tiroler Barockinstrumentalisten mit Konzertmeister Dario Luisi stellten unter Beweis, dass sie nicht nur für Musik des Barock, sondern auch für jene der Klassik kompetent sind. Den interpretatorischen Aspekten einer historischen Aufführungspraxis wurde man auf bemerkenswerte Weise gerecht: flexible und markante Artikulation, schlanker, vibratoarmer Klang, scharfe, aber nicht ins Extreme gesteigerte dynamische Kontraste. Mit festlich sinfonischem Orchesterglanz und intim deklamierter Melodik eroberte man die Herzen der Zuhörer. In deren Herzen las sich natürlich auch Julia Stemberger mit ihrer zweifachen Lese-Hosenrolle. Im kindlichen bzw. väterlichen Tonfall eines Amadeus oder Leopold Mozart ließ die Schauspielerin über Briefe und Reiseberichte das Publikum an Wolferls strapaziösen Reisen, an seinem Reifen und Werden eindrucksvoll teilhaben.“